Wie findet man die passende Software?

Die Zeiten, in denen die Suche nach geeigneten Programmen ohne Umweg ins nächste Fachgeschäft geführt hat, sind vorbei. Heute ist die erste Anlaufstelle das Internet. Testberichte, Kunden- und Expertenmeinungen sowie News rund ums Thema versorgen mit allem Wissenswerten rund um die unterschiedlichsten Programme. Und nicht selten kann man auch die Programme selbst im Internet beziehen. Sei es als direkter Download oder als Paketbestellung. Schwere Zeiten für Fachgeschäfte – es sei denn, der Onlinevertrieb stimmt.

Kostenlos aber nicht umsonst
Insbesondere findet man im Internet Freeware zur Genüge. Als „Freeware“ werden solche Programme bezeichnet, die kostenlos heruntergeladen und genutzt werden können. Das sind mittlerweile unterschiedlichste Anwendungen. Seien es Entrümpelungen für den eigenen Computer, Virenscanner, Player für Audio- und Videodateien, Entpackungs- bzw. Verpackungsprogramme und, und, und. Man kann davon ausgehen, dass man für nahezu jeden Zweck auch ein kostenloses Angebot findet. Ob man damit dann zufrieden sein kann und die eigenen Zwecke damit ausreichend bedient werden, das muss man in der Praxis herausfinden. Je komplexer die Anforderungen sind, desto unwahrscheinlicher wird das jedoch sein.


Vorsicht vor Abzocke

Man muss jedoch bei der Suche nach Programmen im Netz eine gesunde Skepsis wahren. So haben sich beispielsweise Abzocker in der Vergangenheit ein Geschäft daraus gemacht, Freeware zum Verkauf zu bieten. Sie verdienten also Geld mit etwas, das eigentlich nichts kosten sollte. Oftmals wurden diese Kosten auch nur versteckt kommuniziert (im Berüchtigten Kleingedruckten) und später schneiten penetrante Forderungen ins Haus.
Vorsicht ist auch bei einer stets wiederkehrenden Masche geboten, die kostenlose Virenscanner betrifft. So werden dort dem Anschein nach kostenlose Probeversionen als Download angeboten. Doch in Wirklichkeit lädt man einen kleinen Trojaner runter, der dann mit falschen Warnmeldungen plagt. Diese werden dann immer derart kommuniziert, dass man den Computer nur noch unter Zuhilfenahme der Vollversion des vermeintlichen Virenprogramms retten könnte. Darauf sollte man bloß nicht reinfallen! Denn es ist niemals die Aufgabe ernstgemeinter Warnmeldungen, Werbung zu machen.

Wer einen kostenlosen Scanner (jedoch ohne „on guard“ Funktion!) sucht, dem sei die kostenlose Version von Malwarebytes Antimalware empfohlen (zu finden bei chip.de oder dem Hersteller selbst). Generell sollte man Freeware wenn möglich nur von bekannten Portalen (wie eben chip.de) runterladen. Dann ist man auf der sicheren Seite.